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Sabine Kurtz besucht Biogasanlage auf dem Hof Rott in Aidlingen: Beeindruckendes Beispiel einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft

Wie funktioniert eigentlich eine Biogasanlage? Was wird dort verwertet und wie kann damit Strom erzeugt werden?

Auf diese Fragen gab CDU-Kreisrat und Landwirt Thomas Rott bei einer Besichtigung der Biogasanlage auf seinem Hof ausführliche Antworten. Die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz hatte im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour auf den bereits in dritter Generation von Familie Rott bewirtschafteten Betrieb am Fuß des Venusbergs eingeladen und freute sich über die hohe Teilnehmerzahl: „Die rege Teilnahme zeigt: die Frage, wie wir die Energiewende vor Ort gestalten können, ist hoch präsent und beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger. Gerade in Süddeutschland ist für die dezentrale Erzeugung von Strom nicht nur Sonnenenergie und in beschränktem Umfang auch Windkraft von Bedeutung, sondern eben auch Biogas.“

Aus Biomasse wird speicherbares Biogas

Thomas Rott erklärte beim Rundgang über seinen Hof die grundlegende Funktionsweise der 2007 errichteten und zwischenzeitlich zwei Mal erweiterten Biogasanlage: „Zwei getrennte Schritte finden auf unserem Hof statt. Zuerst wird aus Biomasse durch Vergärung Biogas gewonnen. Dieses wird anschließend bedarfsorientiert in drei Blockheizkraftwerken zu Strom umgewandelt.“ In großen Fermentierungsräumen zersetzten spezielle Bakterien die Biomasse aus Gras, Mist und Silage zu Biogas. Zum Einsatz kommen auch Feldfrüchte, welche sich beispielsweise wegen Schädlingsbefall nicht vermarkten lassen. Neben dem durch die bakterielle Fermentierung gewonnenen Biogas entsteht auch eine große Menge an Gärrest, welcher wiederum als nährstoffreicher landwirtschaftlicher Dünger genutzt wird.

Biogas wird bedarfsorientiert in Strom umgewandelt

Bis zu 1400 m³ des Biogases können in großen Gaskuppeln zwischengespeichert werden, bis es bedarfsgerecht im Blockheizkraftwerk mit dem Generator zu Strom umgewandelt wird. Überschüssige Wärme kann bis zur Nutzung im 125 m³ großen Pufferspeicher ebenfalls zwischengespeichert werden. „Biogas ist damit die einzige erneuerbare Energie, welche unproblematisch zwischengespeichert werden kann“, erklärt Thomas Rott, „wir müssen uns nicht danach richten, ob gerade die Sonne scheint oder der Wind weht, sondern können gerade auch in der Nacht und bei Windstille Leistungsspitzen im Netz auffangen. Und bei einem Überangebot lässt sich die Anlage schnell herunterfahren.“ Besonders hoch ist der Strombedarf zwischen 6 Uhr und 12 Uhr sowie zwischen 17 Uhr und 23 Uhr, weshalb sich die Stromproduktion und Einspeisung ins Netz in dieser Zeit besonders rentiert. Am Tag werden rund 9.000 Kilowattstunden Strom produziert. „Wir können so rund 900 Haushalte mit Ökostrom versorgen“, stellt Thomas Rott dar. Die Abwärme der Anlage wird wiederum genutzt, um die Fermentierungsräume der Biogasanlage zu beheizen. Darüber hinaus können über 70 Wohneinheiten in Aidlingen mit Fernwärme versorgt werden.

Vorbildliche Kreislaufwirtschaft

„An Beispielen wie diesem sehen wir, welch ein Erfolgskonzept die Biogasanlage ist und welchen wichtigen Beitrag unsere Landwirte für den Umwelt- und Klimaschutz leisten“, betonte Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz am Ende der Besichtigung, „ganz im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft werden auf dem Hof Rott sämtliche Biorohstoffe verwertet. Abfälle gibt es hier nicht, denn auch in vermeidlich Wertlosem steckt noch eine Menge Energie, die genutzt werden kann. Ein Beispiel, das sich auch jeder persönlich zu Herzen nehmen kann.“

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Sabine Kurtz besucht Biogasanlage auf dem Hof Rott in Aidlingen: Beeindruckendes Beispiel einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft

Wie funktioniert eigentlich eine Biogasanlage? Was wird dort verwertet und wie kann damit Strom erzeugt werden?

Auf diese Fragen gab CDU-Kreisrat und Landwirt Thomas Rott bei einer Besichtigung der Biogasanlage auf seinem Hof ausführliche Antworten. Die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz hatte im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour auf den bereits in dritter Generation von Familie Rott bewirtschafteten Betrieb am Fuß des Venusbergs eingeladen und freute sich über die hohe Teilnehmerzahl: „Die rege Teilnahme zeigt: die Frage, wie wir die Energiewende vor Ort gestalten können, ist hoch präsent und beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger. Gerade in Süddeutschland ist für die dezentrale Erzeugung von Strom nicht nur Sonnenenergie und in beschränktem Umfang auch Windkraft von Bedeutung, sondern eben auch Biogas.“

Aus Biomasse wird speicherbares Biogas

Thomas Rott erklärte beim Rundgang über seinen Hof die grundlegende Funktionsweise der 2007 errichteten und zwischenzeitlich zwei Mal erweiterten Biogasanlage: „Zwei getrennte Schritte finden auf unserem Hof statt. Zuerst wird aus Biomasse durch Vergärung Biogas gewonnen. Dieses wird anschließend bedarfsorientiert in drei Blockheizkraftwerken zu Strom umgewandelt.“ In großen Fermentierungsräumen zersetzten spezielle Bakterien die Biomasse aus Gras, Mist und Silage zu Biogas. Zum Einsatz kommen auch Feldfrüchte, welche sich beispielsweise wegen Schädlingsbefall nicht vermarkten lassen. Neben dem durch die bakterielle Fermentierung gewonnenen Biogas entsteht auch eine große Menge an Gärrest, welcher wiederum als nährstoffreicher landwirtschaftlicher Dünger genutzt wird.

Biogas wird bedarfsorientiert in Strom umgewandelt

Bis zu 1400 m³ des Biogases können in großen Gaskuppeln zwischengespeichert werden, bis es bedarfsgerecht im Blockheizkraftwerk mit dem Generator zu Strom umgewandelt wird. Überschüssige Wärme kann bis zur Nutzung im 125 m³ großen Pufferspeicher ebenfalls zwischengespeichert werden. „Biogas ist damit die einzige erneuerbare Energie, welche unproblematisch zwischengespeichert werden kann“, erklärt Thomas Rott, „wir müssen uns nicht danach richten, ob gerade die Sonne scheint oder der Wind weht, sondern können gerade auch in der Nacht und bei Windstille Leistungsspitzen im Netz auffangen. Und bei einem Überangebot lässt sich die Anlage schnell herunterfahren.“ Besonders hoch ist der Strombedarf zwischen 6 Uhr und 12 Uhr sowie zwischen 17 Uhr und 23 Uhr, weshalb sich die Stromproduktion und Einspeisung ins Netz in dieser Zeit besonders rentiert. Am Tag werden rund 9.000 Kilowattstunden Strom produziert. „Wir können so rund 900 Haushalte mit Ökostrom versorgen“, stellt Thomas Rott dar. Die Abwärme der Anlage wird wiederum genutzt, um die Fermentierungsräume der Biogasanlage zu beheizen. Darüber hinaus können über 70 Wohneinheiten in Aidlingen mit Fernwärme versorgt werden.

Vorbildliche Kreislaufwirtschaft

„An Beispielen wie diesem sehen wir, welch ein Erfolgskonzept die Biogasanlage ist und welchen wichtigen Beitrag unsere Landwirte für den Umwelt- und Klimaschutz leisten“, betonte Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz am Ende der Besichtigung, „ganz im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft werden auf dem Hof Rott sämtliche Biorohstoffe verwertet. Abfälle gibt es hier nicht, denn auch in vermeidlich Wertlosem steckt noch eine Menge Energie, die genutzt werden kann. Ein Beispiel, das sich auch jeder persönlich zu Herzen nehmen kann.“

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