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Landwirtschaft stärken, Wettbewerbsfähigkeit sichern - Ministerbesuch in Rutesheim

Auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten Albrecht Stickel besuchte der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk den „Hofladen in der Pinadelle, ein von den Familien Fauser und Vincon betriebener Bauernladen in Rutesheim. Zahlreiche Landwirte aus der Region nutzten die Gelegenheit zum offenen Austausch über die aktuelle Lage der Branche.

In seiner Begrüßung machte Stickel deutlich, dass er um die aktuellen Herausforderungen vieler Landwirte weiß. „Ich kann die Unzufriedenheit in einzelnen Punkten verstehen“, so Stickel, „aber es braucht tragfähige Lösungen statt Protestwahl. Wir müssen so entscheiden, dass auch künftige Generationen noch Landwirtschaft betreiben können.“

Minister Hauk zeichnete ein klares Bild der wirtschaftlichen Situation: Deutschland befinde sich im dritten Jahr der Rezession, Genehmigungsverfahren dauerten zu lange, vielerorts fehle eine Aufbruchstimmung. Baden-Württemberg müsse wieder schneller, innovativer und investitionsfreundlicher werden. „Wir dürfen nicht noch zusätzliche Standards auf EU-Vorgaben draufsetzen“, betonte Hauk. Statt weiterer Bürokratie brauche es Flexibilisierung, praxistaugliche Regelungen und eine starke Stimme für den Normenkontrollrat. Untere Verwaltungsbehörden müssten in komplexen Fällen fachlich stärker unterstützt werden.

Ein zentrales Thema war die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft. Landwirtschaft sei systemrelevant – sie sichere unsere Ernährung. Gleichzeitig stehe sie im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz, Biodiversität und wirtschaftlichem Druck. Hauk machte deutlich, dass Grünland eine wichtige Rolle spiele: Ein Hektar Grünland könne ähnlich viel CO₂ speichern wie ein Hektar Wald. Ohne Tierhaltung lasse sich dieses

 

 

 

 

Grünland jedoch kaum erhalten. „Wir brauchen Wiederkäuer, um unsere Kulturlandschaft zu bewahren“, so der Minister.

Auch die Nutzung von Reststoffen in Biogasanlagen wurde diskutiert. Durch intelligente Kreislaufwirtschaft könne Landwirtschaft nicht nur klimaneutral, sondern perspektivisch sogar klimapositiv werden. „Tank und Teller sind kein Widerspruch, sondern können sich ergänzen“, betonte Hauk.

Zur Sprache kamen zudem hohe Produktionskosten, Bodenrichtwerte, Pflanzenschutzregelungen sowie internationale Handelsabkommen, die neben Risiken auch Chancen böten. Kritik äußerte Hauk an zusätzlichen Verbrauchssteuern wie einer Zuckersteuer – Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten keine signifikanten Lenkungseffekte.

Abschließend dankte Stickel dem Minister ausdrücklich für die Unterstützung regionaler Projekte, unter anderem im Zusammenhang mit dem Schlachthof. „Wir brauchen Kontinuität, Verlässlichkeit und einen klaren politischen Kurs“, so Stickel. „Einen echten Aufbruch für Baden-Württemberg wird es nur mit einer starken CDU geben.“

Die Veranstaltung zeigte: Der Dialog zwischen Politik und Landwirtschaft ist wichtiger denn je – und der Wille zur gemeinsamen Lösungssuche ist da.

 

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Landwirtschaft stärken, Wettbewerbsfähigkeit sichern - Ministerbesuch in Rutesheim

Auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten Albrecht Stickel besuchte der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk den „Hofladen in der Pinadelle, ein von den Familien Fauser und Vincon betriebener Bauernladen in Rutesheim. Zahlreiche Landwirte aus der Region nutzten die Gelegenheit zum offenen Austausch über die aktuelle Lage der Branche.

In seiner Begrüßung machte Stickel deutlich, dass er um die aktuellen Herausforderungen vieler Landwirte weiß. „Ich kann die Unzufriedenheit in einzelnen Punkten verstehen“, so Stickel, „aber es braucht tragfähige Lösungen statt Protestwahl. Wir müssen so entscheiden, dass auch künftige Generationen noch Landwirtschaft betreiben können.“

Minister Hauk zeichnete ein klares Bild der wirtschaftlichen Situation: Deutschland befinde sich im dritten Jahr der Rezession, Genehmigungsverfahren dauerten zu lange, vielerorts fehle eine Aufbruchstimmung. Baden-Württemberg müsse wieder schneller, innovativer und investitionsfreundlicher werden. „Wir dürfen nicht noch zusätzliche Standards auf EU-Vorgaben draufsetzen“, betonte Hauk. Statt weiterer Bürokratie brauche es Flexibilisierung, praxistaugliche Regelungen und eine starke Stimme für den Normenkontrollrat. Untere Verwaltungsbehörden müssten in komplexen Fällen fachlich stärker unterstützt werden.

Ein zentrales Thema war die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft. Landwirtschaft sei systemrelevant – sie sichere unsere Ernährung. Gleichzeitig stehe sie im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz, Biodiversität und wirtschaftlichem Druck. Hauk machte deutlich, dass Grünland eine wichtige Rolle spiele: Ein Hektar Grünland könne ähnlich viel CO₂ speichern wie ein Hektar Wald. Ohne Tierhaltung lasse sich dieses

 

 

 

 

Grünland jedoch kaum erhalten. „Wir brauchen Wiederkäuer, um unsere Kulturlandschaft zu bewahren“, so der Minister.

Auch die Nutzung von Reststoffen in Biogasanlagen wurde diskutiert. Durch intelligente Kreislaufwirtschaft könne Landwirtschaft nicht nur klimaneutral, sondern perspektivisch sogar klimapositiv werden. „Tank und Teller sind kein Widerspruch, sondern können sich ergänzen“, betonte Hauk.

Zur Sprache kamen zudem hohe Produktionskosten, Bodenrichtwerte, Pflanzenschutzregelungen sowie internationale Handelsabkommen, die neben Risiken auch Chancen böten. Kritik äußerte Hauk an zusätzlichen Verbrauchssteuern wie einer Zuckersteuer – Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten keine signifikanten Lenkungseffekte.

Abschließend dankte Stickel dem Minister ausdrücklich für die Unterstützung regionaler Projekte, unter anderem im Zusammenhang mit dem Schlachthof. „Wir brauchen Kontinuität, Verlässlichkeit und einen klaren politischen Kurs“, so Stickel. „Einen echten Aufbruch für Baden-Württemberg wird es nur mit einer starken CDU geben.“

Die Veranstaltung zeigte: Der Dialog zwischen Politik und Landwirtschaft ist wichtiger denn je – und der Wille zur gemeinsamen Lösungssuche ist da.

 

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