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„Geordnet durch die Krise“ im Krankenhaus Herrenberg

Sabine Kurtz setzt sich für Erhöhung der Prämie für Pflegekräfte in Kliniken ein: Nur wenig erinnert im Krankenhaus Herrenberg noch an die Corona-Hochphase im März und April. An die Stelle der Fieberambulanz ist wieder das Café getreten, die sogenannte Decision Unit steht leer und viele Trennwände sind vorerst abgebaut. Sicherheitsvorkehrungen gibt es aber natürlich trotzdem: Zu Beginn ihres Besuchs wird bei der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz erst einmal Fieber gemessen, auch einen Besucherbogen muss sie ausfüllen. Sie ist in die Herrenberger Klinik gekommen, um sich über den Umgang mit der Corona-Pandemie und die Anliegen an die Politik zu informieren.
Der Ärztliche Direktor Dr. Michael Jugenheimer und Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz vor der Decision Unit im Krankenhaus Herrenberg, die zurzeit leer steht.

Gutes Gesundheitssystem hat Schlimmeres verhindert „Wir konnten die Krise bislang geordnet bewältigen“, lautet die gute Botschaft des Ärztlichen Direktors Dr. Michael Jugenheimer. Gleich Anfang März habe man einen eigenen Krisenstab eingerichtet. Auch eine Fieberambulanz, die Corona-Station und die Decision Unit, in der Verdachtsfälle bis zum Testergebnis versorgt werden, wurden in Rekordzeit und mithilfe von Messebauern aufgebaut. „Das schnelle und konsequente Handeln in unseren Krankenhäusern war ganz maßgeblich dafür, dass wir im Kreis Böblingen keine schlimmeren Zahlen zu verzeichnen hatten“, ist Sabine Kurtz überzeugt. Das Land habe von Anfang an unterstützt: „Bis Mitte Juli haben die Kliniken im Kreis Böblingen Ausgleichszahlungen für zusätzliche Intensivbetten in Höhe von rund 10,5 Mio. Euro erhalten“. Für Beatmungsgeräte und zusätzliches Monitoring hätten Bund und Land rund 1,6 Mio. Euro beigesteuert. Krise bringt finanzielle Engpässe „Mein Berufsbild hat sich von heute auf morgen komplett geändert“, blickt Dr. Michael Jugenheimer, Chefarzt der Chirurgie, zurück. Ab dem 16. März mussten alle planbaren Operationen und Eingriffe abgesagt werden. Nur Notfälle wurden weiterbehandelt. Außerdem sei bis zum 3. Mai nur ein Drittel der Betten belegt gewesen, Kapazitäten mussten freigehalten werden. Für den gesamten Klinikverbund Südwest bedeuten diese Lücken Einnahmeausfälle von bis zu 10 Mio. Euro. „Wir wollen die kommunalen Krankenhäuser weiter finanziell unterstützen“, betont Sabine Kurtz. Dies sei der CDU-Landtagsfraktion ein wichtiges Anliegen. Im Rahmen eines milliardenschweren Corona-Pakets für die Kommunen würden die kommunalen Krankenhäuser mit 125 Mio. Euro gestärkt. Personal hat Enormes geleistet Die Zeit im März und April war für die gesamte Belegschaft sehr kräftezehrend, berichtet Dr. Michael Jugenheimer. Bei einer Personalrekrutierungskampagne hätten sich dann aber rund 600 externe Helfer mit und ohne medizinischem Hintergrund gemeldet. „Die Resonanz und das große Engagement war wirklich überwältigend“, ist der Ärztliche Direktor noch immer begeistert. „Ohne den enormen Einsatz unseres ganzen Personals hätten wir die Krise nicht so gut bewältigen können“, betont er. „Ich begrüße sehr, dass nach den Altenpflegern nun auch die Pflegekräfte in Kliniken eine finanzielle Anerkennung bekommen sollen“, freut sich Sabine Kurtz. Wie auch die CDU-Landtagsfraktion setze sie sich dafür ein, dass das Land die Prämie um 500 Euro auf insgesamt 1.500 Euro aufstockt. So habe das Land es auch bei der Corona-Prämie für Mitarbeiter in der Altenpflege gehandhabt. „Das ist wirklich hochverdient“, so die Landtagsabgeordnete.

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„Geordnet durch die Krise“ im Krankenhaus Herrenberg

Sabine Kurtz setzt sich für Erhöhung der Prämie für Pflegekräfte in Kliniken ein: Nur wenig erinnert im Krankenhaus Herrenberg noch an die Corona-Hochphase im März und April. An die Stelle der Fieberambulanz ist wieder das Café getreten, die sogenannte Decision Unit steht leer und viele Trennwände sind vorerst abgebaut. Sicherheitsvorkehrungen gibt es aber natürlich trotzdem: Zu Beginn ihres Besuchs wird bei der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz erst einmal Fieber gemessen, auch einen Besucherbogen muss sie ausfüllen. Sie ist in die Herrenberger Klinik gekommen, um sich über den Umgang mit der Corona-Pandemie und die Anliegen an die Politik zu informieren.
Der Ärztliche Direktor Dr. Michael Jugenheimer und Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz vor der Decision Unit im Krankenhaus Herrenberg, die zurzeit leer steht.

Gutes Gesundheitssystem hat Schlimmeres verhindert „Wir konnten die Krise bislang geordnet bewältigen“, lautet die gute Botschaft des Ärztlichen Direktors Dr. Michael Jugenheimer. Gleich Anfang März habe man einen eigenen Krisenstab eingerichtet. Auch eine Fieberambulanz, die Corona-Station und die Decision Unit, in der Verdachtsfälle bis zum Testergebnis versorgt werden, wurden in Rekordzeit und mithilfe von Messebauern aufgebaut. „Das schnelle und konsequente Handeln in unseren Krankenhäusern war ganz maßgeblich dafür, dass wir im Kreis Böblingen keine schlimmeren Zahlen zu verzeichnen hatten“, ist Sabine Kurtz überzeugt. Das Land habe von Anfang an unterstützt: „Bis Mitte Juli haben die Kliniken im Kreis Böblingen Ausgleichszahlungen für zusätzliche Intensivbetten in Höhe von rund 10,5 Mio. Euro erhalten“. Für Beatmungsgeräte und zusätzliches Monitoring hätten Bund und Land rund 1,6 Mio. Euro beigesteuert. Krise bringt finanzielle Engpässe „Mein Berufsbild hat sich von heute auf morgen komplett geändert“, blickt Dr. Michael Jugenheimer, Chefarzt der Chirurgie, zurück. Ab dem 16. März mussten alle planbaren Operationen und Eingriffe abgesagt werden. Nur Notfälle wurden weiterbehandelt. Außerdem sei bis zum 3. Mai nur ein Drittel der Betten belegt gewesen, Kapazitäten mussten freigehalten werden. Für den gesamten Klinikverbund Südwest bedeuten diese Lücken Einnahmeausfälle von bis zu 10 Mio. Euro. „Wir wollen die kommunalen Krankenhäuser weiter finanziell unterstützen“, betont Sabine Kurtz. Dies sei der CDU-Landtagsfraktion ein wichtiges Anliegen. Im Rahmen eines milliardenschweren Corona-Pakets für die Kommunen würden die kommunalen Krankenhäuser mit 125 Mio. Euro gestärkt. Personal hat Enormes geleistet Die Zeit im März und April war für die gesamte Belegschaft sehr kräftezehrend, berichtet Dr. Michael Jugenheimer. Bei einer Personalrekrutierungskampagne hätten sich dann aber rund 600 externe Helfer mit und ohne medizinischem Hintergrund gemeldet. „Die Resonanz und das große Engagement war wirklich überwältigend“, ist der Ärztliche Direktor noch immer begeistert. „Ohne den enormen Einsatz unseres ganzen Personals hätten wir die Krise nicht so gut bewältigen können“, betont er. „Ich begrüße sehr, dass nach den Altenpflegern nun auch die Pflegekräfte in Kliniken eine finanzielle Anerkennung bekommen sollen“, freut sich Sabine Kurtz. Wie auch die CDU-Landtagsfraktion setze sie sich dafür ein, dass das Land die Prämie um 500 Euro auf insgesamt 1.500 Euro aufstockt. So habe das Land es auch bei der Corona-Prämie für Mitarbeiter in der Altenpflege gehandhabt. „Das ist wirklich hochverdient“, so die Landtagsabgeordnete.

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